Archiv von Juli 1st, 2009

So einsichtig wie China?

Im Demokratie-Entwicklsungsland China geht es scheinbar bergauf. Zumindest gibt es jetzt einen krassen 1:1-Vergleich.

Nach Protesten aus dem Ausland hat China die ab 1. Juli geplante Einführung eines Internet-Filters gegen Pornografie verschoben. Das berichtete die staatliche Nachrichtenagentur Xinhua unter Berufung auf das Ministerium für Informationstechnologie. Die Regierung in Peking wollte es zur Pflicht machen, alle neu in China verkauften Computer mit einer chinesischen Filter-Software auszustatten, die pornografische Internetseiten automatisch blockiert. Offiziell sollte so die Verbreitung von Pornografie und gewaltverherrlichenden Bildern verhindert und damit die Jugend geschützt werden.
“Internet-Zensur droht”
Die EU-Kommission hatte kritisiert, der Filter ziele klar darauf ab, “das Internet zu zensieren und die Meinungsfreiheit einzuschränken” und China deshalb zum Verzicht aufgerufen. Auch die USA sowie Industrievertreter, Menschrechtsvertreter und Gruppen, die sich für die Freiheit im Netz einsetzen, hatten protestiert.
Im Kampf gegen Pornografie im Internet haben die chinesischen Behörden seit Jahresbeginn tausende Seiten sperren lassen. Auch Internet-Seiten zu politisch brisanten Themen wie der Niederschlagung der Demokratie-Bewegung auf dem Tiananmen-Platz 1989 oder zur verbotenen Falungong-Bewegung werden in China blockiert.

Nach Protesten aus dem Ausland hat China die [...] Einführung eines Internet-Filters [...] verschoben. [...] Offiziell sollte so die Verbreitung von Pornografie und gewaltverherrlichenden Bildern verhindert und damit die Jugend geschützt werden.

Die EU-Kommission hatte kritisiert, der Filter ziele klar darauf ab, “das Internet zu zensieren und die Meinungsfreiheit einzuschränken” und China deshalb zum Verzicht aufgerufen. [...] Im Kampf gegen Pornografie im Internet haben die chinesischen Behörden seit Jahresbeginn tausende Seiten sperren lassen.

Via tagesschau.de

Bezeichnend für tagesschau.de finde ich jedoch, dass keine Silbe über den Zustand in Deutschland verloren wurde. Denn hier passiert aktuell genau das gleiche: Unsere Familienministerin Von der Leyen möchte ebenfalls das Internet mit Einrichtungen versehen, die den Zugriff auf Internetseiten blockieren um damit offiziell Kinderpornografie zu bekämpfen.

Ich hoffe sehr, dass China, wenn die Demokratie gefestigt ist, auch die EU-Kommission zum Verzicht der Zensur-Einrichtungen in Deutschland auffordert :(

Via taz.de
Via heise.de
Via news.google.de

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StarCraft II – Eine Hassliebe

Blizzard Entertainment

Blizzard Entertainment

Ich gebe nicht oft Geld für Videospiele aus, bzw. eigentlich nur dann wenn ich davon überzeugt bin und ich es unterstützen will. Das nächste auf meiner Liste wäre Blizzards “StarCraft II” gewesen, die Forsetzung des schon 10 Jahre alten Klassikers, der auch bis heute mit Updates gepflegt und (sogar in Ligen) von vielen Menschen gespielt wird.

Jetzt muss ich aber, um es zu fördern, es boykottieren. Klingt widersprüchlich, ich weiß. Der Grund ist, dass StarCraft II keinen LAN-Support mitbringt. Heisst: Alle Multiplayer-Spiele müssen zwingend online im Battle.net gezockt werden, auch wenn man auf einer LAN-Party ist oder daheim seinen Mitspielern gegenüber sitzt.

Warum ist das so?

(Hier weiterlesen…)

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