Ich war nie ein Freund von Zusammenschließungen. Selbst der Zusammenschluss zwischen der einst “unabhängigen” T-Online International AG und der Deutschen Telekom ist, zumindest systemtechnisch, für viele Kunden äußerst schlecht gewesen. Denn mitten und kurz nach der Zusammenschlussphase sind viele Altkunden einfach in der Schwebe und können weder von der einen (alten) noch der anderen Seite bearbeitet werden.
So ging es mir auch mit Arcor, was jetzt Vodafone heißt. Positiv ist, dass, anders als bei Telekom, der Markenwechsel recht radikal erfolgte. Unmittelbar nach der Bekanntgabe wurde das Kundenservice-Portal, die Rechnungen sowie alle Anschriften geändert.
Trotzdem dumm: Systemtechnisch schien es auch hier nur sehr schlecht zu laufen. Noch dümmer: In dieser Phase umziehen müssen. Leider blieb es mir nicht erspart. Denn laut Vodafone bin ich ja “AG Altkunde” und werde von einem speziellen Team betreut. Dieses konnte mir außer neuen Paketen und Verträgen aber leider gar nichts anbieten.
Da ich selbst aus einem CallCenter komme (Inbound Service-Line) will ich eigentlich nicht schlecht über Kollegen in ähnlichen Arbeitsverhältnissen reden. Doch das, was ich unter Kundenservice verstehe, ist Welten von dem entfernt, was mir die Vollpfosten an der Hotline für die Technikertermine von Vodafone geboten haben.
Überforderte und unwissende Agents, die mich an Vorgesetzte verbunden haben die mir entweder das Blaue von Himmel versprachen oder herabwürdigend mitteilten, ich wäre ja selbst schuld. Ach und an die Telekom (in diesem Fall der Zulieferer von Arcor/Vodafone) sollte ich mich auch selber wenden. Als ob.
Wie dem auch sei, ich will hier kein entnervten Eintrag mit Werdegang der Probleme machen. Im Fazit finde ich es einfach nur Schade, dass die Firma, die einst die einzige echte Alternative zur Telekom war, im Zuge von Wirtschaftsfragen die Kunden nur noch als Nummern und im Zweifel als verzichtbar sehen. Gibt ja nun genug. Nun ist Arcor endgültig tot.
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