Wie wir wissen wurde die erfolgreichste Online-Petition in der deutschen Geschichte vom Bundestag total ignoriert, bzw. mit ein paar Anmerkungen in Nebensätzen “gewürdigt”.
Insofern mache ich mir keine Hoffnungen mehr, dass uns das pesudodemokratische Werkzeug, welches uns Großherzig von der Regierung zur Verfügung gestellt wird, weitere Beachtung findet.
Am 25.06.2009 ist eine weitere Demonstration für Jugendkultur geplant.
In der jüngsten Vergangenheit ist es immerwieder dazu gekommen, dass LAN-Parties ohne rechtlichen Hintergrund abgesagt werden mussten. Auf die Veranstalter wird regelmäßig Druck ausgeübt, Spielinhalte zu verbieten, selbst wenn dies eine geschlossene Gruppe von volljährigen und mündigen Bürgern betrifft, die Spiele spielen, die ab 12 und 16 Jahren freigegeben sind und dazu schon zensiert wurden.
Um auf diesen Mißstand hinzuweisen werden in Karlsruhe, Berlin und Köln zeitgleich Demonstrationen abgehalten. Ich rufe daher auch meine Leser auf, sich an diesen weitgehend zu beteiligen!
Mittlerweile gibt es auch ein Blog der Veranstalter, die eine Aufbereitung der Ereignisse bereithalten.
Mittlerweile ist aus einer Initiative der jungen Piraten die “AG Computerspiele” gegründet worden. Die Diskussion um sogenannte “Killerspiele” darf in der Politik nicht einseitig behandelt werden. Vor allem nicht, wenn zeitgleich Schützenvereine Minderjährigen gestatten mit echten Waffen zu trainieren.
Nach den Intel-Friday-Night-Games trifft es nun auch weitere und diesmal privat-organisierte LAN-Parties. Die Convention-X-Treme XIV wurde gebeten “die Veranstaltung ohne die so genannten ‘Killerspiele’ [...] durchzuführen, was somit einer Absage gleichkommt”.
Was allerdings auch sehr interessant ist: Im selben Monat veranstaltet der Schützenverein Karlsdorfein Jugendturnier. Ja, richtig. Hier lernen sogar unter 14 jährige wie man mit Waffen umgeht. 12 jährige die schon mit Luftgewehren schiessen können sind natürlich nicht so schlimm wie erwachsene Menschen (Mindestalter beträgt 18 Jahre) die zusammen am Computer spielen.
Dies ist eine offizielle Kriegserklärung von Behörden-Organe an die Jugend und ihrer Kultur!
Hier noch die Rede des Abgeordneten Tauss dazu:
Schützenfest auf dem Schulhof
Wenn man bedenkt, dass es volljährigen und mündigen Bürgern verboten wird, in einer geschlossenen Gruppe am Computer Videospiele zu spielen die ab 12 und 16 Jahren freigegeben sind, ist das Bild wie blanker Hohn. Bild ist zwar nur im Kontext bedingt verwandt, zeigt aber wie krank unsere Gesellschaft wirklich ist.
Ich schäme mich für diese Gesellschaft und mir wird speiübel wenn ich so etwas mitbekomme.
Wieso sollte man davor Angst davor haben, wenn jemand ein Videospiel spielt? Vielleicht hat man ja schon öfter junge Menschen und Kinder dabei beobachten können, wie sie in der Bahn oder im Bus mit einer tragbaren Videospielkonsole spielen. Auch daheim verbringen Jugendliche und Heranwachsende nicht wenig Zeit damit, die Freizeit so zu gestalten wie sie es mögen.
Der Wunsch der Innenminister von Bund und Ländern bei einer solchen Begebenheit: Aufspringen und Deckung suchen! Denn: Wer Videospiele spielt, läuft auch Amok!